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Nachdem in den letzten Wochen und Monaten die europäischen Ermittlungsbehörden bereits die Kryptohandy-Anbieter EncroChat und Sky ECC gehackt haben, wurde heute bekannt, dass das FBI in Zusammenarbeit mit 16 weiteren Ländern, wozu auch Deutschland gehört, den Kryptohandy-Anbieter Anom gehackt hat. Mehr dazu hier.

ANOM wurde gehackt

Nach dem Zugriff auf die Encrochats und die SkyECC Daten wurde heute ein weiterer Hack des Kryptophoneanbieters ANOM bekannt. Am heutigen Morgen (07.06.2021) kam es weltweit zu Razzien in 16 Ländern (u.a. Australien, Kanada, Estland, Litauen, Niederlanden, Schweden, Großbritannien und USA). Insbesondere das amerikanische FBI initiierte die weltweiten Einsätze, entschlüsselte Kryptohandys und konnte so die Chats der Nutzer mitlesen. Gegenstand dieser Chats sollen Handel mit Drogen, Kriegswaffen und Menschen sein. 

In Deutschland kam es in mehreren Bundesländern – vorwiegend in Hessen und NRW – zu Durchsuchungen in mehr als 100 Wohn- und Geschäftsobjekten und einer Vielzahl von Festnahmen.

Was ist passiert?

Nach jetzigem Kenntnisstand verschaffte sich das FBI Zugang zu hochaktuellen Datensätzen des Kryptophoneanbieters ANOM. Daraus ging hervor, dass weltweit agierende kriminelle Netzwerke und Banden vor allem Drogengeschäfte abgewickelt haben. 

In Deutschland soll der Betrieb von Drogenlabors, Cannabisplantagen und Lagerstätten von Kokain aufgedeckt worden sein. Deutsche Fahnder sprechen von einem bislang beispiellosen Vorgang, der unter strengster Geheimhaltung geplant wurde. Nahezu alle Spezialkräfte der deutschen Polizeibehörden waren heute im Einsatz. (Nähere Informationen findet ihr hier.)

Weitere Informationen soll es morgen bei einer Pressekonferenz von Europol geben. Diesbezüglich halten wir euch auf dem Laufenden.

Was ist ANOM?

Bei Anom handelt es sich um einen Kryptophone-Anbieter, der modifizierte Google Pixel-Handys, die mit einem eigenen Betriebssystem ausgestattet waren, anbietet. Mit Anom-Handys konnte man Einzelchat-, Gruppenchat- sowie Sprachnachrichten austauschen. Außerdem gab es eine Walkie-Talkie-Funktion mit diversen Stimmverzerrern. Zudem verfügte es – ähnlich wie die EncroChat und SkyECC-Geräte über eine Notizbuchfunktion (vault), die auch eine Back-Up-Möglichkeit auf den Anom-Servern bot. Die Gruppenchats sowie die Kontaktlisten wurden ebenfalls auf den Servern gespeichert.  

Seit 6-8 Monaten drängte der Anbieter aggressiv auf den europäischen Markt und bot die Geräte für einen relativ günstigen Preis von 750 EUR an. 

Die Kommunikation lief über einen XMPP-Server. Zur Verschlüsselung wurde die relativ neue Verschlüsselungsart OMEMO verwendet. Anom hat unter anderem auf Servern bei Amazon in den USA gehostet. 

Gerüchten zufolge war die Infiltrierung der Verschlüsselung nicht besonders kompliziert, da das jeweilige Passwort zur Entschlüsselung der Nachrichten entsprechend dem Nutzernamen war. Außerdem war das Einloggen mit einem Nutzernamen auf verschiedenen Geräten möglich. Dies hatte zur Folge, dass wenn der Schlüssel zur Entschlüsselung von Nachrichten einmal ausgetauscht wurde, die weitere Kommunikation mit jedem beliebigen Endgerät möglich war. 

In Europa gab es ca. 8000-10000 Nutzer, von denen ein Großteil in Deutschland, Spanien und den Niederlanden aktiv war. Die Betreiber von Anom sind in der Kryptophone-Szene keine Unbekannten und operierten hauptsächlich aus den USA, Australien und den Niederlanden. So war einer der Gründer ein ehemaliger Betreiber von PhantomSecure. 

Was ist zu erwarten?

Es könnte nach den Geschehnissen rund um EncroChat und SKY ECC zu einer zweiten Welle an Festnahmen, Durchsuchungen und Beschlagnahmen auch hier in Deutschland kommen. Medien berichten bereits jetzt von einem „Tsunami“ und nicht mehr nur von einer Welle. 

Solltet ihr befürchten, dass ein Ermittlungsverfahren gegen euch auf Grundlage der nun zugänglichen Daten laufen könnte, kontaktiert uns frühzeitig, vereinbart einen Beratungstermin. Wir garantieren innerhalb von 24 Stunden einen persönlichen Beratungstermin bei Bedarf!

Solltet ihr festgenommen oder eine Hausdurchsuchung vorgenommen werden, erreicht ihr uns 24 Stunden unter unserer Notrufnummer: +49 152 295 89 964.

Unsere Rechtsanwälte sind für euch auch jederzeit über Signal, Telegram, Instagram und E-Mail erreichbar. 

Christian Lödden: 

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Lisa Barzcyk

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Und denkt dran: Wie spricht man mit der Polizei? GAR NICHT!