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Hier haben wir für euch die aktuellen Informationen und wichtigsten Antworten auf eure Fragen zur gestrigen weltweiten Verhaftungswelle im Zusammenhang mit dem vermeintlichen Kryptophone-Anbieter ANOM zusammengestellt.

UPDATE 08.06.2021

Hard Facts: Was gestern geschah

Was sich in den letzten Tagen abspielte liest sich wie ein Krimi. Das amerikanische FBI (Federal Bureau of Investigation), die australische Bundespolizei ATF, die niederländische und die schwedische Polizei haben in Kooperation mit der amerikanischen DEA (Drug Enforcement Administration) und 16 weiteren Ländern sowie mit Unterstützung der europäischen Behörde Europol die weltweit größte und anspruchsvollste Strafverfolgungsmaßnahme, die es je gab, durchgeführt. 

Die Operation Trojan Shield/OTF Greenlight basierte auf mitgelesener Kryptophone-Kommunikation des Anbieters ANOM. Im Zuge der weltweiten Razzien wurden gestern in 16 Ländern gleichzeitig über 700 Hausdurchsuchungen durchgeführt, die zu über 800 Verhaftungen führten. Dabei wurden nach Angaben von Europol und Vertretern der beteiligten Behörden (mehr hier) tonnenweise Drogen, Waffen und Kriegswaffen, Luxuswagen und über 48 Millionen US-Dollar Bargeld in den unterschiedlichsten Währungen und Kryptowährungen beschlagnahmt. Unter den Drogen waren 8 Tonnen Kokain, 22 Tonnen Cannabis und Haschisch, 2 Tonnen Speed und Crystal Meth. Weiterhin konnten weltweit weit über 100 Morde verhindert werden.

In den nächsten Wochen werden auf Grundlage der über ANOM gesammelten Erkenntnisse zahlreiche weitere Polizeioperationen durchgeführt.  

Wo ist der Unterschied zu den Hacks von EncroChat, Sky ECC und Phantom Secure?

In den Fällen EncroChatSky ECC und Phantom Secure zeigten die Strafverfolgungsbehörden, dass sie solche Dienste stilllegen oder sogar hacken können.

Der Fall ANOM ist bis dato allerdings einzigartig. Es handelte sich weder um einen Hack noch um eine Stilllegung. Vielmehr übernahm das FBI den Service ANOM in seinem Anfangsstadium und betrieb die Plattform im weiteren Verlauf selbst (mehr hier). Damit sind die Ermittlungsbehörden einen Schritt weiter gegangen und haben mit der Honeypot-Methode nicht nur mögliche kriminelle Geschäfte live beobachtet, sondern sogar erst ermöglicht. So haben sie eine Plattform geschaffen, ohne dessen Möglichkeit zur vermeintlich anonymen Kommunikation es unter Umständen gar nicht zu den einzelnen Straftaten gekommen wäre.

Seit 2019 konnten sie die gesamte Kommunikation mitlesen. In 18 Monaten wurden über 27 Millionen Nachrichten gesammelt.

Wie gingen die Ermittlungsbehörden vor?

Offensichtlich waren sowohl der Angriff auf EncroChat als auch der Hack von Sky ECC im März 2021 geplant und ein wichtiger strategischer Aspekt der Operation Trojan Shield/OTF Greenlight. Nach dem Verlust ihrer damit sicheren Kommunikationsmöglichkeit suchten viele Nutzer eine Ersatzplattform. Daraus folgte die Umleitung eines Teils der EncroChat-Nutzer zunächst zu Sky ECC und anschließend weiter zur vom FBI betriebenen Plattform ANOM. Der im Kryptokommunikationsmarkt relativ günstige Gerätepreis von 750 EUR pro 6 Monate könnte dabei auch eine wichtige Rolle gespielt haben (Mehr hier).

Wie ANOM technisch funktioniert hat, haben wir euch hier erklärt.

Wer nutze ANOM?

Weltweit zählte ANOM über 12000 Nutzer, darunter mehr als 300 Mafia-Syndikate in über 100 Ländern. Unter den Nutzern waren international agierende Drogenkartelle, die italienische Mafia, und Rocker-Clubs. Die Top 5 Länder mit den meisten Nutzern, waren laut FBI Deutschland, die Niederlande, Australien, Spanien und Serbien.

Wer hat den weltweit koordinierten Zugriff geplant?

16 Länder schlossen sich für die Operation Trojan Shield zusammen unter der Leitung des FBI. In Europa waren maßgeblich die niederländische und die schwedische Polizei sowie die europäische Behörde Europol für die Planung verantwortlich.

Laut einer Sprecherin der niederländischen Polizei programmierte die niederländische Polizei eine neue Software, um die riesigen Datenmengen der über 27 Millionen mitgelesenen Nachrichten analysieren zu können. Auch hier kann man davon ausgehen, dass diese Software auch bei der Auswertung von EncroChat-Daten und SKY ECC Nachrichten eingesetzt wird. 

Ein weiterer Fokus lag auf der Programmierung einer Software, die den Behörden bei der Identifizierung der einzelnen Nutzer behilflich ist.

Diese Software wurde den Ermittlern der Operation Trojan Shield zur Verfügung gestellt.

Welche Länder waren an der gesamten Operation beteiligt?Die beteiligten Länder lassen sich aus dem Wappen der Operation Trojan Shield herauslesen und umfassen unter anderem die USA, Deutschland, die Niederlande, Australien, Schweden, Neuseeland, Kanada, Estland, Litauen, Schweden, Finnland, Dänemark, Ungarn, Norwegen, Österreich, Großbritannien, Schottland.

Was ist zu erwarten?

Es könnte nach den Geschehnissen rund um EncroChat und SKY ECC zu einer weiteren Welle an Festnahmen, Durchsuchungen und Beschlagnahmen auch hier in Deutschland kommen.

Solltet ihr befürchten, dass ein Ermittlungsverfahren gegen euch auf Grundlage der nun zugänglichen Daten laufen könnte, kontaktiert uns frühzeitigvereinbart einen Beratungstermin. Wir garantieren innerhalb von 24 Stunden einen persönlichen Beratungstermin bei Bedarf!

Solltet ihr festgenommen oder eine Hausdurchsuchung vorgenommen werden, erreicht ihr uns 24 Stunden unter unserer Notrufnummer: +49 152 295 89 964.

Unsere Rechtsanwälte sind für euch auch jederzeit über Signal, Telegram, Instagram und E-Mail erreichbar. 

Christian Lödden: 

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Und denkt dran: Wie spricht man mit der Polizei? GAR NICHT!